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Modelle
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Sep

2013

Tornado im Masstab 1:6

Unser Obmann Julius Jezerniczky hat an der Jet world Masters 2013 in Meiringen als Displaypilot seine Tiger Tornado bei der Eröffnungsshow präsentiert und vorgeflogen. Der Flug in Meiringen ist auf Youtube publiziert: Video



Wer mehr über dieses aufwendig gestaltete Modell erfahren möchte, findet hier mehr Informationen:
Baubericht
Gestaltung

Hier einige Eckdaten zum Modell:
Länge: 285cm
Spannweite gestreckt: 230cm
Spannweite geschwenkt: 145cm
Gewicht trocken: 20Kg
 
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May

2013

Depron Fokker  DVII

Eigentlich hatte ich nicht vor einen Baubericht meines Depronfliegers zu verfassen. Dazu war mir das Modell zu wenig spektakulär. Dem Aufruf unseres Webseitenbetreuers folgend habe ich mich doch entschlossen, einige Zeilen zu schreiben.
Also ich war auf der Suche nach einem günstigen und schnell gebauten Slowflyer und wurde im Internet bald fündig. Ich stiess auf den Bauplan eines dem Fokker DVII ähnlichen Modells aus dem ersten Weltkrieg. Der Plan musste zuerst aus einzelnen A4 Seiten zusammengesetzt werden. Die Konturen wurden auf das Depron übertragen und ausgeschnitten. Ich nahm rotes und weisses Depron, so ersparte ich mir div. Malerarbeiten. Mit Filzstift wurde noch das Dekor angebracht. Die Teile wurden mit Uhu Por und teilweise Epoxy geleimt.
So schnell-schnell ging es dann doch nicht. Während dem Bau packte mich der Ehrgeiz es möglichst genau zu machen. So wurde der Rumpf die Tragflächen und Höhen/Seitenleitwerk zusammengefügt. 3mm Balsaholz dient an einzelnen Orten der Verstärkung. Die Anlenkungen bestehen aus Kohlestäben mit Schrumpfschlauchgelenken. 2,5 cm Gewebeband übernimmt die Verbindung der Ruder zu den Flügeln und Leitwerken. Das Fahrwerk besteht aus 1,5mm Federstahl und leichten Rädern. Der Motorspannt fertigte ich aus dünnem Sperrholz und zur besseren Kühlung wurden noch einige Löcher gebohrt. Die Motoratrappe, Maschinengewehre  und der Pilot dürfen nachtürlich auch nicht fehlen.
Die Elektronik wurde vor dem Fahrwerk im unteren Rumpfteil verstaut. Man sollte am Schluss keine Kabel sehen. Motor und Regler lagen noch irgendwo herum und passen gut zum Flieger. Der Akku liegt genau auf dem Schwerpunkt zwischen den Flügeln und wird mit Klettband befestigt. Nun war das Werk vollendet und es folgte der Erstflug.
Die Sorgfalt beim Bau hat sich gelohnt. Das Ding flog von Anfang an fast perfekt. Die Freude darüber hat dem Piloten wohl einen Moment das Hirn ausgeschaltet. Im Rückenflug tief über dem Boden ist es schlecht wenn man am Hebel zieht. Das Resultat war ein Senkrechter Einschlag ins Erdreich.
In solchen Momenten, wo du dir sämtlich Haare (sofern noch vorhanden) ausreissen könntest, kommt dann wieder einmal die Frage auf: Was soll an diesem Hobby so faszinierend sein?

Jack Hauser

Technische Daten:

Spannweite ca. 740mm
Länge          ca. 770mm
Gewicht       ca. 260gr. ohne Akku
Motor           Robbe Roxxy 2827-34
Akku            800 – 1000mA

 
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May

2013

Gestalten von Depronmodellen

Depron ist ein sehr leichter, günstiger aber auch empfindlicher Werkstoff der in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit zugenommen hat. Gerade auch für Indoormodelle wie im hier gezeigten Beispiel ist dieses Material der Werkstoff schlechthin.
Das Material ist bis auf wenige Ausnahmen ausschliesslich in weiss erhältlich, und kann so nach den eigenen Bedürfnissen gestaltet werden. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und Techniken und persönliche Vorlieben.


Eine Möglichkeit möchte ich hier kurz vorstellen:
Nicht jeder nennt ein Airbrush-Set sein eigen, trotzdem wollte ich etwas neues probieren. Im Baumarkt gibt es kleine Spraydosen auf denen explizit "Styroporverträglich" steht.
Diese Dosen können für grössere Flächen gut verwendet werden, so zum Beispiel für das Aufbringen von Basisfarben, in meinem Beispiel war dies gelb und am Seitenleitwerk grau.
Für Muster muss mit Schablonen gearbeitet werden, dies möchte ich hier etwas detailierter erklären.

Die Oberfläche von Depron ist sehr empfindlich, Klebestreifen können kaum ohne bleibende Spuren wieder entfernt werden, auf bereits lakierten Flächen wird zudem oft die darunterliegende Farbschicht beschädig.
Als Alternative kann Papier oder nichtklebende Folie mit wiederablösbarem Kleber (z.B. von 3M aus dem Baumarkt) besprayt werden, die Klebekraft ist mit einem "Post it" zu vergleichen und somit wider leicht ablösbar.

Ich bin wie folgt vorgegangen:
Auf einem A4 Kopierpapier habe ich mein gewünschtes Muster aufgezeichnet und mit dem Cuter und Skalpel herausgearbeitet. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Muster nicht all zu filigran ist, damit genügend Klebefläche verbleibt.
Beim hier gezeigten Modell habe ich eine Art Karo-Fahnenmuster verwendet wie man es bei wehenden Fahnen sieht. Nun habe ich die Schablone auf einer Seite mit dem 3M Kleber Besprüht und auf dem Modell aufgebracht. Nun habe ich auf der gelben Basis eine erste Schicht mit der roten Spraydose aufgebracht. Die Schablone habe ich nach einer kurzen Antrocknungszeit entfernt.
Es sollte so wenig Farbe wie möglich verwendet werden, zudem reicht die Klebekraft der Schablone nicht für das Stoppen von Farbläufen. Für die gegenüberleigende Seite habe ich die Schablone einfach auf der anderen Seite mit Kleber besprüht (nachdem diese ganz trocken war) und konnte so ein symetrisches Muster erstellen.
Für die letzte Schicht habe ich die gleiche Schablone etwas versetzt aufgebracht und aus grosser Distanz gesprayt, so dass die darunterliegende Farbe nicht ganz zugedeckt wird.
Zwischen den einzelnen Schichten habe ich das Modell einen Tag trocknen lassen. Vergesst micht das restliche Modell abzudecken, der Farbnebel schlägt auf das ganze Modell nieder und hinterlässt unschöne "Effekte".

Dies ist mein erstes Modell bei dem ich dieses Vorgehen angwendet habe und finde es recht ansehnlich, dies mit bescheidenen Mitteln und geringem finanziellem Aufwand.
Hoffentlich konnte ich eine Anregung für die Gestaltung von eigene Projekte schaffen, ich wünsche viel Erfolg.

Patrick Rütimann

 
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May

2013

Sikorsky S-39

Wie es dazu kam
Jeder Pilot oder Modellbauer hat so seine "Lieblingsobjekte", im speziellen bei denen die auch heute in der ARF oder RTF Zeit immer noch Modelle ab Bauplan oder Bausatz bauen. So habe ich im Interne in diversen Foren nach Informationen zu einer WACO YMF-5 im Masstab 1-5 gesucht, es gab mal einen Bausatz, dieser ist aber heute nicht mehr erhältlich. Für mich ist dies der schönste Doppeldecker den es gibt (er wird heute noch gebaut). In einem Forum bin ich dann auf jemanden gestossen, der basieren auf diesen Plänen am erstellen eines Frästeilsatzes ist. Das ganze entsprach meinen Vorstellungen und ich nahm Kontakt auf, und teilte meine Ideen und Ziele mit. Das Modell befindet sich immer noch in Entwicklung und sollte voraussichtlich im kommenden Winter so weit sein, dass auf dieser Basis ein Modell gebaut werden kann. Bei konstruktiven Problemstellungen hatte mich der Konstrukteur jeweils kontaktiert, mir Bilder oder Beschriebe zugestellt und nach meiner Meinung gefragt. Auf einem der Bilder konnte ich Elemente einer Sikorsky S-39 ausmachen, eben eines der Flugzeuge die mir sehr gut gefallen und eigentlich micht am Markt als Modell erhältlich sind oder von der Dimension nicht meinen Vorstellungen entsprechen.
So sprach ich den Konstrukteur darauf an, und er teilte mir mit, dass er mir gerne einen Frästeilsatz erstellen würde. Dieser basiert auf einem erhältlichen Bauplan mit einer Spannweite von knapp 2 Meter und einem zu erwartendem Abfluggewicht von etwas über 4Kg, und diversen konstruktiven Modifikationen, da der Bauplan schon etwas älter ist. Er warnte mich aber, dass damit nur das Grundgerüst erstellt werden kann und viele Details selbständig erstellt/gelöst werden müssen. Ich lies mich davon nicht abschrecken und so erhielt ich den Frästeilsatz, ein neues, schönes aber auch komplexes Projekt entstand!

Bauvortschritt
Teil 1
Da lag nun der Frästeilsatz vor mir, sauber gefräste Sperrholzteile die darauf warteten verschliffen zu werden und geordnet zu werden, wobei der Ersteller einzelne Teile mit Klebeband gruppiert und beschriftet hat. Das einzige was ich hatte, war der gedruckte Modellplan 1:1 und einige Fotos vom Konstrukteur auf dem z.B: das Seitenleitwerk, der Rohbau der Fläche (ohne Beplankung) etc. ersichtlich ist. Da es wie oben beschrieben Abweichungen zum Plan gibt, ist das eher wie ein grosses Puzzle. Nun ging es darum die vorhanden Teile mit Standardmaterial wie Leisten zu ergänzen damit die ersten Teile gebaut werden können. So ist unterdessen der Rohbau des Rumpfbootes, die Tragflächenteile, Seitenleitwerk und Höhenleitwerk so weit fertig, dass auf dieser Basis die Detaillösungen entwickelt werden können. dies sind unter Anderem, Servopositieronierung, Servohalterungen und Servoabdeckungen in der Tragfläche, Aufnahmepunkte für die Flächenstreben etc.. Nur schon das Thema Flächenstreben ist sehr individuel lösbar. Hier mögliche Lösungen:
Variante A: Aluminium-Tropfenprofile, sehr leicht aber auch sehr weich und empfindlich, daher nur bedingt zu empfehlen. Variante B: Kiefernleisten profilieren und an den Enden mit Metalllaschen versehen, diese müssen dann bespannt werden. C: Stahl Tropfenprofile, diese können leicht gelötet und lakiert werden und sind kaum schwerer als die anderen Varianten.
Da das Modell elektrisch betrieben werden soll, muss die Positionierung des Akkus (Schwerpunkt) und deren einfacher Wechsel gut überlegt werden. Ebenso das Positionieren der meisten RC Komponenten wie Regler und Empfänger die in der Fläche im Motorbereich untergebracht werden. Bei allen Themen gilt es zu beachten und zu entscheiden was Scale sein soll und wo die Alltagstauglichkeit und Betriebssicherheit Vorrang hat.
Nun nach einer kurzen Bauphase kommt jetzt eine intensive Zeit der "Lösungsfindung, Entwicklung und Konstruktion", spannend aber auch herausfordernd.

Teil 2
Bald geht es weiter ...

Bilder aus der Galerie

Patrick Rütimann

 
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Dec

2010

Baubericht PBY Catalina / Great planes


Auf der Suche nach einem handlichem und schnell zu bauendem Wasserflugzeug stiess ich in einem deutschen Webshop auf die elegante PBY Catalina von Great Planes, die wie folgt angeboten wurde:

Das Modell:
 
• wunderschönes Flugbild
• ein Flugabenteuer der ganz besonderen Art
• sehr hochwertige Verarbeitung
• ein Gummi-Lenzventil sorgt für  einen trockenen RC-Bereich

Die schon seit 1930 bei der US-Navy bzw. Rettungsflügen eingesetzte PBY- Catalina ist ein Modellflugzeug der ganz besonderen Art. Ihr wunderschönes Flugbild und die hervorragende Verarbeitung dieses Modells lassen die Herzen jedes Wasserflugfans höher schlagen. Die PBY Catalina zieht immer die Aufmerksamkeit auf sich, sei es am Ufer, auf dem Wasser oder in der Luft. Die „ABS-Flächenfloats“ sowie das abnehmbare Wasserruder gewährleisten eine einfache Handhabung auf dem Wasser beim Starten, Landen und Manövrieren.

Baukasteninhalt :
Der Baukasten enthält eine teilbeplankte Rippenfläche mit Folie bespannt und verkabelt für Motoren und Servos sowie fertige bespannte Leitwerke. Der Rumpf ist aus GFK und bereits lackiert. Gestänge, Ruderhörner, Scharniere und Streben sind ebenfalls im Kasten enthalten. Die Flächenfloats sind aus ABS aufgebaut und lackiert. Ein Transport- bzw. Montageständer ist im Baukasten enthalten.

Kurzerhand wurde das Teil geordet, die 150 Euro überwiesen und 5 Tage später kam der Postmann mit dem Päckchen. Wegen einigen anderen Projekten blieb das Paket aber ein paar Monate unberührt liegen. Erst Mitte November, als sich so langsam der Winter ankündigte , kriegte ich Lust den Flieger zu bauen. Natürlich mit dem Hintergedanken, das Teil dann auch auf Schnee fliegen zu können. An einem trüben Wochenende machte ich mich dann an die Arbeit. Zwei passende bürstenlose Motörchen und Regler lagen noch in meinen Materialkisten rum. Laut Hersteller soll das Fliegerchen in ca. 10 Stunden gebaut sein. So machte ich mich dann am Freitagabend an die Verkabelung der Motoren und dem Einkleben der beiden Motorenträger. Durch den hohen Vorfertigungsgrad ging das recht schnell von statten und ich konnte noch am selben Abend alle vier Servos (Hitec HS-55) einbauen und anlenken. Zwei für die Querruder, je eines für Höhe und Quer.

Aus verschiedenen Berichten habe ich vernommen, dass die Catalina leichte Zicken hat und die meisten Erbauer dann etwas enttäuscht waren. Allerdings wurden desöftern unpassende bzw. zu starke/schwere Motoren und Servos verbaut. Da ich noch 2 kleine Axi 2208/26 und 2 x Jeti/Hacker 18-er Regler rumliegen hatte, wurden diese mit den beiligenden Luftschrauben eingebaut. Als Akku kommt ein 3-er Lipo 2200 35C zum Einsatz. Samstag wurde dann noch der Empfänger verkabelt, die Flächenfloats und die hinteren Fenster eingeklebt und nun stand sie da – flugfertig und gierig in die Luft zu kommen.

Abfluggewicht liegt exakt bei 1300g. Mit dem Akku zu vorderst in der Nase liegt der Schwerpunkt genau bei der Vorgabe von 54mm. Da ich bei den Wassertemperaturen nicht baden gehen wollte, wurden die ersten Flüge auf unserem Flugplatz mit Rasenpiste gemacht. Gas rein mit dem Seitenruder die Spur gehalten und nach rund 25 Meter leicht ziehen und das Baby war in der Luft!


Was soll ich sagen - diese Catalina fliegt 1A und zum vorbildgetreuen rumtuckern reicht mit diesen kleinen Motoren auch 1/4 Gas!!! Die Akkukapazität reicht locker für 15 Minuten Flugzeit (1700mAH). In den Kurven möchte sie mit dem Seitenruder unterstütz werden. Einen Abriss konnte ich auch bei sehr langsamen Überflügen nicht provozieren. Wer mit sowas Loops, Rollen etc. machen möchte, der hat kein Sinn für Vorbildtreue! Auch die Landungen gelingen recht gut und so nach dem 3mal waren auch keine Hüpfer mehr drin. Demnächst geht's auf Wasser oder in den Schnee.

Diesen Flieger kann ich mit dem verbauten Equipment wärmstens empfehlen! Die langsamen Überflüge schauen sehr scale aus und die Maschine wirkt in der Luft einiges grösser als sie wirklich ist! Ich hoffe ich habe euch etwas angesteckt und vielleicht trifft man euch mit sowas oder ähnlichem im Winter auf unserem Fluggelände an…

Gruss

Julius Jezerniczky
Obmann
mg-waedenswil

Bilder vom Modell